seele von schreiber am 00.00.2011 um 01:56

gerade vor einer woche habe ich die diagnose bekommen und bin wegen meinem lip-und lymphödem geschockt,
ich würde gern einen kurzen aufenthalt in einer klinik absolvieren um gleichgesinnte zu treffen und fragen stellen zu können. außerdem wüsste ich gern, ob man auch eine psychotherapeutische begleitung oder zumindest gesprächsangebote während einer kur/ eines klinikaufenthaltes bekommen kann.
mfg
anke

Stefan Fröhlich Antwort von Stefan Fröhlich am 00.00.2011 um 09:34

Liebe Anke,
ich fürchte, mit einem kurzen Aufenthalt ist es nicht getan. Eine sinnvolle stationäre Rehabilitationsmaßnahme erstreckt sich in der Regel über etwa drei Wochen und macht als Basistherapie nur den ersten Teil der Behandlung aus. Es folgen als Erhaltungstherapie die Maßnahmen im ambulanten Bereich, um den Therapieerfolg über einen möglichst langen Zeitraum zu erhalten. Dazu gehören einerseits manuelle Lymphdrainagen, andererseits aber auch das konsequente Tragen einer Kompressionsbestrumpfung. Das Anmessen einer solchen, gut sitzenden Kompressionsbestrumpfung macht erst zum Abschluss einer stationären Rehabilitationsmaßnahme einen Sinn, da nur zu diesem Zeitpunkt das Ödem maximal zurückgedrängt ist und die Erhaltung genau dieses Zustands während der Erhaltungsphase gewünscht ist. Psychologische Gesprächsangebote sind fester Bestandteil der stationären Behandlung. Das bei Ihnen diagnostizierte Lipolymphödem ist eine chronische Erkrankung, mit der Sie sich lebenslang auseinanderzusetzen haben werden. Viele Informationen dazu finden Sie bereits auf unserer Homepage. Zum Antrragsverfahren für die stationäre Rehabilitationsmaßnahme lesen Sie bitte die Informationsbroschüre für Arzt und Patient, die auch zum Download bereitsteht. Sollten Sie darüber hinaus weitere Fragen haben, stehe ich Ihnen für deren Beantwortung gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
S. Fröhlich Patientenmanager


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