Einweisung in die Asdonk Kliniken

Ihr Weg in die stationäre lymphologische Rehabilitation


Eine stationäre Rehabilitation für die Feldbergklinik bzw. die Seeklinik wird primär von Ihrem Hausarzt bzw. Ihrem Facharzt verordnet und beantragt.

Einen entsprechenden Antrag hierfür erhalten Sie bzw. er von Ihrer Krankenkasse. 

In diesem Antrag muss entsprechend genau die medizinische Notwendigkeit des Antrags geschildert werden, diese liegt besonders dann vor wenn ...

  • eine Behinderung droht und diese durch den Aufenthalt abgewendet werden kann
  • eine Behinderung gelindert bzw. geheilt werden kann
  • einer Verschlimmerung d. Krankheitsbildes vorgebeugt werden kann
  • Beschwerden (insbes. Schmerzen) gelindert werden können
  • eine Pflegebedürftigkeit verhindert werden kann.


Selbstverständlich können auch mehrere dieser Punkte angeführt werden. 
Der Hausarzt sollte bereits beim Antrag die Feldbergklinik bzw. die Seeklinik als geeignetes und gewünschtes Haus anführen. Ferner ist es von entscheidender Bedeutung, die lymphologische Erkrankung als erste Diagnose aufzuführen.
 

 

Danach prüft der medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) die Notwendigkeit des stationären Aufenthalts. Wenn bereits an dieser Stelle der Haus- bzw. Facharzt telefonischen Kontakt zum MDK aufnimmt und die Notwendigkeit nochmals im Gespräch schildert, kann dies sehr hilfreich sein.

Wenn der MDK der Notwendigkeit zustimmt, ergeht dadurch eine sog. "Zusage der Kostenübernahme" in der Regel für drei Wochen. Diese schickt er dann an die entsprechende Einrichtung, die dann mit Ihnen Kontakt aufnimmt.

Falls die Krankenkasse Ihnen eine Einrichtung vorschlägt, die nicht Ihren Wünschen entspricht, so können Sie mit Ihrer Kasse Kontakt aufnehmen und sich auf das SGB IX §9 berufen:

(1) Bei der Entscheidung über die Leistungen und bei der Ausführung der Leistungen zur Teilhabe wird berechtigten Wünschen der Leistungsberechtigten entsprochen. Dabei wird auch auf die persönliche Lebenssituation, das Alter, das Geschlecht, die Familie sowie die religiösen und weltanschaulichen Bedürfnisse der Leistungsberechtigten Rücksicht genommen; im Übrigen gilt § 33 SGB I. Den besonderen Bedürfnissen behinderter Mütter und Väter bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrages sowie den besonderen Bedürfnissen behinderter Kinder wird Rechnung getragen.

Das heisst im Klartext, dass der Kostenträger (Ihre Krankenkasse) auch Ihre Wünsche berücksichtigen sollte. Tragen Sie der Kasse vor, dass Sie den Wunsch haben, in die See- bzw. die Feldbergklinik zu kommen, da Sie..

  • evtl. schon einmal da waren und gute Erfolge erzielt haben
  • Ihr Arzt der Überzeugung ist, damit die beste Wahl getroffen zu haben da Sie
  • in dieser Einrichtung vorraussichtlich die für Sie besten Erfolge erzielen können.


Falls die Krankenkasse immer noch nicht zustimmen sollte, so wenden Sie sich bitte an Herrn Beck in der Feldbergklinik (07672 / 484 - 0), der dann versuchen wird, Ihnen weiterzuhelfen.

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Auswahlkriterien für eine stationäre lymphologische Rehabilitationsmaßnahme von Patienten mit chronischem Lymphödem

Das Lymphödem muss eine Beeinträchtigung der Teilhabe am alltäglichen Leben und/oder am Arbeitsleben zur Folge haben. 

  1. Ödeme mit Schweregrad 3, d. h. starke Ausprägung mit > 50% Ödemvolumen. Nachweis durch Umfangsmessung bei einseitigen Lymphödemen.
     
  2. Lymphödeme im Stadium 2 und 3.
    Einteilung der Lymphödeme nach Schweregrad und Stadien Broschüre zum Thema Lymphologie.
     
  3. Ödemzunahme über 10% oder Verdoppelung des Ödemvolumens trotz regelmäßiger, 2 x wchtl. manueller Lymphdrainage à 45 Min. und konsequentem Tragen von Kompressionsstrümpfen mit gutem Sitz. 

    Nachweis durch Umfangsmessung. 

    Bei einseitigem Lymphödem werden die Umfänge der gesunden und der Ödemextremität gemessen und in cm angegeben. Zusätzlich kann aus diesen Umfangsmaßen mittels Ödemgradmesser der Mehrumfang der Ödemextremität in % angegeben werden. (Ödemgradmesser erhältlich in den Asdonk-Kliniken). 
    Bei beidseitigen Lymphödemen muss der Schweregrad geschätzt werden.
     
  4. Progredienz des Ödems mit Ausdehnung auf Hand oder Fuß oder auf den angrenzenden Rumpfquadranten.
     
  5. Lymphödem des Kopfes, des Genitale oder der Brust.
     
  6. Lymphödeme an beiden Armen, an 3 oder 4 Extremitäten oder 2 und mehr verschiedene Ödemdiagnosen. 
     
  7. Ödemprogredienz durch lang anhaltende, sitzende oder stehende Tätigkeit bei Genital-und Beinlymphödem oder durch lang anhaltende, mittelschwere, monotone Tätigkeit bei Armlymphödem (z.B. Verkäuferin mit Beinlymphödem oder PC-Arbeit mit Armlymphödem). 
     
  8. Schmerzhaftes Ödem ohne Besserung durch ambulante Behandlung.
     
  9. Strahlenspätschäden mit Radiofibrosebildung und dadurch bedingter Ödemverschlechterung, Funktionseinschränkung von Gelenken, venöser und/oder arterieller Durchblutungsstörung oder Nervenschädigung.
     
  10. Komplikationen des Lymphödems:
    − Erysipelinfektionen 
    − Ulzerationen 
    − Papillomatosis cutis lymphostatica
    − Stauungslymphzysten 
    − Stauungsdermatitis 
     
  11. Zusätzliche Schädigung des venösen und/oder arteriellen Gefäßsystems.
     
  12. Begleitkrankheiten durch die sich eine Ödemkrankheit verstärkt:
    − eingeschränkte Gelenkfunktion durch z. B. WS- und Gelenkerkrankungen, Adipositas
    − eingeschränkte Belastbarkeit der Ödemextremität durch z. B. kardio-pulmonale Funktionseinschränkung, Adipositas
     
  13. Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch die eine Überwachung der Herz-Kreislauffunktion notwendig ist wegen der hämodynamisch wirksamen Bandagen der Extremitäten.
     
  14. Adipositas Grad 2 und 3 nach WHO.
     
  15. Palliativbehandlung von progredienten und/oder schmerzhaften malignen Lymphödemen als Folge einer fortschreitenden Metastasierung.

Ziel der Rehabilitationsmaßnahme ist es, die Selbständigkeit, Alltagskompetenz und Erwerbsfähigkeit von Patienten mit chronischem Lymphödem zu erhalten, zu verbessern oder wiederherzustellen und die Lebensqualität zu verbessern. 

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Fristen bei der Beantragung einer stationären Rehamaßnahme

Für die Gesamtdauer der Bearbeitung Ihres Antrags auf Kostenübernahme für die Durchführung einer stationären Rehabilitationsmaßnahme hat der Gesetzgeber Fristen vorgegeben. Innerhalb von zwei Wochen nach Antragstellung muss der Kostenträger, bei dem der Antrag eingereicht wurde, über seine Zuständigkeit entschieden haben. Nach höchstens einer weiteren Woche erfolgt die Entscheidung über den Leistungsantrag.

Wird der Antrag wegen festgestellter Nichtzuständigkeit durch den ersten Kostenträgers an einen zweiten Kostenträger weitergeleitet, so ist dieser zweite Kostenträger automatisch zuständig und entscheidet innerhalb von längstens drei Wochen. Eine nochmalige Weitergabe des Leistungsantrags an einen dritten Kostenträger oder die Rückgabe an den ersten Kostenträger ist nicht zulässig, auch wenn sich die erste Weiterleitung nachträglich als falsch herausstellen sollte.

Die maximale Dauer für die Entscheidung über den Leistungsantrag beträgt also drei Wochen, wenn der erste Reha-Träger zuständig ist und kein Gutachten benötigt wird. Sie müssen also spätestens drei Wochen nach Antragstellung, z. B. bei Ihrer Krankenkasse, einen begründeten Bescheid über Ihren Leistungsantrag erhalten, wenn die Krankenkasse und nicht ein anderer Träger, z. B. die Rentenversicherung zuständig ist und wenn kein Gutachter, z. B. vom Medizinischen Dienst eingeschaltet worden ist.

Stellt die Krankenkasse bei Ihrer Prüfung der Zuständigkeit fest, dass ein anderer Kostenträger zuständig ist, z. B. die Rentenversicherung, so ist Ihr Antrag an den zuständigen Kostenträger weiterzuleiten und die Dauer der Bearbeitung darf dann insgesamt fünf Wochen betragen, wenn kein sozialmedizinisches Gutachten durch den Medizinischen Dienst (MDK) für erforderlich gehalten wird.

Fünf Wochen darf die Bearbeitung auch dann in Anspruch nehmen, wenn der erste Kostenträger, in unserem Beispiel also die Krankenkasse, einen Gutachter z. B. des Medizinischen Dienstes mit der Bewertung des Falls beauftragt.

Wird vom zweiten Kostenträger, in unserem Beispiel der Rentenversicherung, ein sozialmedizinisches Gutachten angefordert, so darf der Entscheidungsprozess insgesamt sieben Wochen dauern.

Fristüberschreitung durch den Kostenträger

Beschleunigung des Verfahrens

Fristüberschreitung durch den Versicherten

Antrag
abgelehnt?

Falls Ihr Antrag abgelehnt worden ist,
klicken Sie bitte zum Punkt

Probleme bei der Bewilligung
der Maßnahme

Fristen
 

Wurden Fristen nicht beachtet,
klicken Sie bitte zum Punkt

Fristen bei der Beantragung
einer stationären Rehamaßnahme

Falls die Krankenkasse immer noch nicht zustimmen sollte,
versuchen wir Ihnen gerne weiterzuhelfen!

Wenden Sie sich dazu bitte bei Ablehnungen für die Feldbergklinik als auch für die Seeklinik Zechlin an Frau Kaiser (07672 / 484 - 512) bzw. an skaiser@asdonk-online.de

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Kontakt zu unseren Asdonk Kliniken

Feldbergklinik Dr. Asdonk GmbH

Geschäftsführer Tobias Beck
IK 260830446
Todtmooserstr. 48
D - 79837 St. Blasien
Telefon: +49 (0)7672 - 484 - 0
Telefax: +49 (0)7672 - 484 - 555
feldbergklinik@t-online.de

Seeklinik Zechlin GmbH

Geschäftsführerin Dr. Gabriele Herhaus-Beck
Geschäftsführer Tobias Beck
IK 511203564
Obere Braminseestr. 22
16837 Dorf Zechlin
Telefon: +49 (0)33923 - 89 - 0
Telefax: +49 (0)33923 - 70507
seeklinik@t-online.de

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