Das Phleb-Lymphödem - Diagnose und Therapie

Phleb-Lymphödeme kommen am häufigsten an den Beinen vor. Sie entwickeln sich auf dem Boden einer Lymphabflussstörung als Folge eines chronischen Venenleidens (chronisch-venöse Insuffizienz – CVI). Dieses wiederum kann Folge einer Thrombose oder eines ausgeprägten, anlagebedingten Krampfaderleidens sein.

Die Diagnostik erfolgt in den Asdonk-Kliniken mit modernen Ultraschallverfahren.

Entscheidend für die Ödembildung ist eine Störung der Klappenfunktion, die wiederum zu einer Druckerhöhung in den Venen führt. Bewegung wirkt dem Druckanstieg entgegen. Schreitet die Erkrankung voran oder fehlt die Bewegung, bilden sich Ödeme aus. Dieses Phlebödem zeigt sich zunächst an den Knöcheln, wo dellbare Verdickungen auffallen. 

Sie lassen sich durch Bewegung, Hochlagerung der Beine oder Tragen von festen Strümpfen beseitigen, weil ein gesundes Lymphgefäßsystem in der Lage ist, diese Ödembildung durch einen gesteigerten Lymphabfluss zu kompensieren. Langfristig jedoch führt die Dauerbelastung zu Schädigungen der Gefäßwand und daraus resultierend zu einer Dekompensation des Lymphtransports, dann kommt ein Lymphstau hinzu und wir haben ein Phleb-Lymphödem. Das Phleb-Lymph-ödem ist gekennzeichnet durch ein eiweißreiches Ödem mit typischen Fibrosebildungen. Dieses muss dann zusätzlich mit manueller Lymphdrainage behandelt werden. Hinzu kommen die durch die chronisch-venöse Insuf-fizienz bedingten Ernährungsstörungen der Haut bis hin zur Ulkusbildung, die durch rechtzeitige und optimale Ödembehandlung verhindert, zumin-dest aber verbessert werden können.

Hält die Druckerhöhung an den Beinen an, ist die Folge das offene Bein (Ulkus = Geschwür)

Das Ulkus ist vermeidbar durch rechtzeitige kombinierte Behandlung mit konservativen und operativen Maßnahmen, u. a. mit manueller Lymphdrainage und Kompressionstherapie, Bandagen, Kompressionsstrümpfen und ggf. einer Venenoperation.