Startseite
   
Feldbergklinik
Seeklinik
Pauschalangebot
   
Asdonk Schulen
   
Lymphologie
Forum
Gästebuch
Häufig gestellte Fragen
   
Ärztesuche
Therapeuten-
suche
   
Downloads
Glossar
Impressum

ULCUS CRURIS - DAS SOG. OFFENE BEIN

Die häufigste Ursache ist eine Thrombose im tiefen Venensystem des Oberschenkels oder Beckens.
Es handelt sich dabei um einen relativ rasch einsetzenden Verschluss der tiefen Vene, z. B. im Rahmen von erzwungener Bewegungslosigkeit der Beine (Gipsverband), bei Bettlägerigkeit, bei operativen Eingriffen, Gerinnungsstörungen usw.

Der Zustand nach der Thrombose heißt postthrombotisches Syndrom (PTS) und geht mit verschiedenen Symptomen einher, die sich vor allem an der Haut des Unterschenkels dokumentieren:
Schwellung (Ödem), erweiterte Venen, oft bräunliche Verfärbung.

Ulcus cruris vor der Behandlung

Die permanente Schwellung des Beines führt zu einer schlechteren Durchblutung der Haut. Dadurch wird sie nicht mehr so gut ernährt und verändert sich:
Sie wird trocken, rissig und neigt zu entzündlichen Reaktionen.
Im schlimmsten Fall (Stadium IV des PTS) ist die Mangelernährung so ausgeprägt, dass ein Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris) entsteht, meist am inneren oder äußeren Knöchel.

Nun werden verschiedenste Salben und Wundauflagen angewendet, um das Ulcus zur Abheilung zu bringen. Aber der Hauptursache - Ernährungsmangel durch Ödematisierung - wird viel zu oft auch jetzt noch nicht Rechnung getragen. Folglich heilt das Ulcus nicht ab!
Es kann sogar größer und durch weitere Hautveränderungen in der Umgebung kompliziert werden.
Unverzichtbar ist also die konsequente Entstauungsbehandlung durch Lymphdrainage und vor allem Kompression (Bandagierung oder Bestrumpfung), um zum Erfolg zu kommen.

Ulcus Cruris nach der Behandlung

Bei ausgeprägten Ulcerationen ist meist eine so intensive Entstauungsbehandlung notwendig, dass sie zumindest anfangs nur stationär zu sichtbaren Erfolgen führt. In einer lymphologischen Fachklinik wird je nach Befundlage bis zu zweimal täglich manuelle Lymphdrainagetherapie angewendet, oft in Kombination mit apparativer Entstauung. Es werden täglich ein- bis zweimal Bandagierungen vorgenommen, das Wundmanagement ist täglich möglich und Entstauungsgymnastik, Stoffwechseloptimierung und Aufklärung über eigene Verhaltensregelen ergänzen das komplexe Behandlungsangebot.
Auf diese Weise können Ulcerationen auch oft nach Jahrzehnten ihres Bestehens, zur Abheilung gebracht werden, sehr große werden auf diese Weise für eventuelle chirurgische Maßnahmen vorbehandelt.